Spanischlernen Nebensache
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éste, ésta

Generell gilt fuer uns Menschenwesen, dass wir versuchen, zu sparen, wo es nur irgend geht. Nicht nur der geile Kommerzgeiz ist damit gemeint, sondern auch unsere jeweilige Sprache. So haben sich die meisten Voelker angewoehnt, eine Sache oder Person, die bereits einmal im Gespraech erwaehnt wurde, durch etwas kuerzeres zu ersetzen. Das gilt immer, wenn es klar ist, um wen oder was es sich handelt. Gut, sich solche Dinge manchmal klarzumachen. Wir werden oefter darauf zurueckkommen.

Bei unserer bereits bekannten Frage "¿Quién es?" hat man den Eindruck, dass da irgendetwas fehlt, richtig? Strukturell mit der deutschen Sprache verglichen, ist das tatsaechlich so. Die spanische Sprache allerdings erlaubt uns, es als eine vollwertige Frage anzusehen. Was macht Flaggentony aber nun in folgender Situation? Er deutet mit dem Finger auf Tarzan und stellt Jane seine Frage. Jane antwortet. Nun will Tony das Spiel andersherum spielen, hat aber keine Lust, genau dieselbe Frage anzuwenden. Das ist sogar ihm zu bloed. Es geht kuerzer. In diesem Fall zwar nicht mathematisch kuerzer, sprich mit weniger Worten, aber bald wird Tony an einem Punkt sein, an dem sich auch dieser Wunsch erfuellt.

¿Quién es? ......... Es Tarzán. Da die folgende Frage genau denselben Zweck hat, muss Tony sie nicht noch einmal genauso stellen, da es Tarzan klar sein duerfte, worum es geht. Also kann Tony kurzerhand folgende Worte auf Tarzan abschiessen:

¿Y ésta? .... [ih essta]

Grundsaetzlich sind Uebersetzungen bei dem, was ich hier mache, unerwuenscht. Das Lernen funktioniert viel besser, wenn der Lernende anhand von Erklaerungen, Gesten etc. versteht, was gerade ablaeuft - ohne seine Muttersprache zu Hilfe zu nehmen. Nun sind meine Moeglichkeiten aber leider sehr beschraenkt, ich kann nur mit Woertern arbeiten, die lesenderweise in Eure Hirnwindungen dringen. Deshalb sind diese kleinen Geschichten nicht nur unterhaltendes Beiwerk, sondern erfuellen einen klaren Zweck. Ich will - gerade im Anfangsstadium - trotz allem versuchen, ohne Uebersetzungen auszukommen. Das bedeutet aber, dass Ihr beim leisesten Zweifel und auch, wenn Euch die Sache noch so einfach erscheint, fragen solltet!!! Denn eins muss auch klar sein. Eine Sache, die erst einmal falsch im Kopf eingepflanzt wurde, ist ganz schwer wieder auszurupfen.

Zurueck zum Thema. Die Anwendung von "ésta" bedarf einer Grundlegenden Voraussetzung. In irgendeiner Weise muss auf die Person oder das Objekt gedeutet werden. Wenn wir also jetzt noch einmal die ersten Kapitel Revue passieren lassen, dann koennen wir bereits eine verbesserte Variante fuer den Fall anwenden, dass wir sagen wollen, wer jemand oder was etwas ist, auf das wir mit dem Finger zeigen. Wenn Tarzan auf Jane zeigt, um sie dem Tony vorzustellen, wird er jetzt also nicht mehr schlicht "Es Jane." sagen, sondern er wird das neue Wort einbauen und damit heisst es nun:

Ésta es Jane.

Viele von Euch wissen wahrscheinlich bereits um die geheimnisvolle weiblich-feminine Endung "a". Die gilt auch hier schon. Jane ist eine Frau, auch wenn Tony das nicht ganz auf die Reihe bekommt. Daher muss es heissen: "ésta". Andersherum glaubt Ihr wahrscheinlich an den Mythos, dass alles, was nicht weiblich ist, auf "o" endet. Das ist gar nicht so verkehrt, aber natuerlich besteht auch die spanische Sprache aus einer endlosen Aneinanderreihung von Ausnahmen. Eigentlich haelt man im Spanischen eine neutrale Form fuer ueberfluessig, aber so ganz hundertprozentig korrekt ist das eben nicht. Ohne fuer den Moment weiter darauf eingehen zu wollen, hier die entsprechende Frage und Antwort Tarzan betreffend:

¿Quién es éste?

Éste es Tarzán.

Zum besseren Verstaendnis sie vielleicht noch einmal ein Vergleich zwischen der Anwendung MIT und OHNE éste/a gezogen. Mein Telefon klingelt. Ich antworte. Neugierig, wie er ist, kommt der cabronsitito angerannt und fragt: ¿............?*  Danach schauen wir uns ein Buch an und auf einem Bild sind beruehmte 5 Personen zu sehen. Den cabronsitito interessiert nun eine bestimmte dieser Personen. Er deutet mit dem Finger auf sie, um mir klarzumachen, wen er meint. Und dann fragt er: ¿............?**

* ¿Quién es? ..... ** ¿Quién es éste/a?

Na, habt Ihr den Unterschied verstanden? Dann koennt Ihr ueben. Sucht Euch ein Bild mit mehreren Euch bekannten Personen darauf und legt los nach dem Motto: "¿Quién es éste/a?" <---> "Éste/a es el/la señor/a XXXX."

Und noch eins, nehmt die Sache ernst, auch wenn Ihr glaubt, dies waere zu einfach fuer Euch. Je besser die Basis eingepflanzt wird, desto besser das Endresultat.

28.3.07 18:50


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