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Yo soy (II)

Nachdem es uns innerhalb weniger Stunden gelungen ist, "Yo soy Tarzán" stotter-und dreherfrei hinzbekommen, ist es nun schon an der Zeit, uns ein wenig in Umgangssprache zu ueben. Die Erfinder der hier behandelten Sprache haben sich das Leben naemlich gar leicht gemacht. Sie haben irgendwann bei einer Stammessitzung beschlossen, sich nicht von den Angelsachsen in ihrem Subjektwahn anstecken zu lassen. Das ist auch gar nicht notwendig. Nun gut, die Englaender haben anderswo gespart, die waren naemlich zu faul zum Konjugieren, daher ist ihre Subjektpflicht verstaendlich. Denn wir wollen doch wissen, von wem oder wovon wir reden (zur Erinnerung, Tarzan hat sich auf die Brust getippt, um das klarzumachen).

Wir Deutschen allerdings koennten uns bei den Spaniern etwas abgucken in Sachen Sparsamkeit aka Effektivitaet. Denn wir haben eine ausgesprochen ausgefeilte Beugung der Verben entwickelt. Was macht der Spanier nun eigentlich? Ganz einfach: Es ist ihm erlaubt, dass Subjekt ganz schlicht wegzulassen, solange es in der Form eines Personalpronomens auftritt. Personalpronomen sind Woerter wie "ich" , "du", "er" usw.  Dass dem Zuhoerer dabei klar sein muss, um wen oder worum es sich dreht, erscheint logisch. Daher gibt es zwei Moeglichkeiten: Das Subjekt wurde bereits vorher definiert oder die Konjugierung laesst keinen Zweifel (---> das ist bei den Dialogpronomen ich, du, wir, ihr und Sie der Fall).

Zurueck zur Leichtigkeit des Seins. Was bedeutet all dieses grammatische Geschwafel fuer unseren Fall? Sonnenklar: "soy" ist eine gebeugte Form von "ser" (sein - spaeter auch "estar" ) , die nur auf die "Ich-Form" angewendet werden kann. Damit trifft die Sparmassnahme zu und ab sofort duerfen wir die Aldi-Version benutzen:

Soy Tarzán. 

Prima, oder? Versinken aber jetzt die Personalpronomen in der Bedeutungslosigkeit? Keinesfalls, wie wir spaeter feststellen werden. Fuer den Moment sei folgendes Buehnenstueck als Erlaeuterung ausreichend:

Antonio Banderas alias Flaggentony gesellt sich zu unseren beiden Hauptfiguren. Er wendet sich an Jane und sagt: "Du, Tarzan, ich habe heute Julio Iglesias alias Kirchenjules getroffen!" Um das Missverstaendnis aufzuklaeren, meldet sich unser mittlerweile etwas besser sprechender Tarzan an Tony und bedeutet ihm:

Yo soy Tarzán!!!!!!

Tony schielt verlegen zur Dame hinueber und die laechelt ihm zu:

Yo soy Jane.

Wenn Ihr dies begriffen zu haben glaubt, koennt Ihr Euch fuer heute getrost zuruecklehnen. Pensum geschafft. ¡Bravo!

17.3.07 22:52


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